Die Partie gegen die Franken war nicht so klar, wie das Endergebnis es aussagt. Der THW führte zwar in der ersten Viertelstunde mit zwei Toren, aber die Gäste waren immer dran, vor allem Dank des überragenden Mattias Andersson. Der Torwart wechselte letzte Saison von Kiel nach Großwallstadt. Sieben Minuten vor der Pause legte der Gastgeber einen Gang zu und zog von 13:12 auf 16:12 (26.) davon. Als Müller und seine Teamkollegen gnadenlos ein paar leicht verschossene Bälle des Gegners nutzten und auf 15:16 (28.) heran kamen, brachten Jicha und Kavticnik (2) am Ende der ersten 30 Minuten wieder Ruhe rein: 19:16.
Im zweiten Abschnitt verloren die Spieler von Alfred Gislason ihren Rhythmus in der Defensive und nach 37 Minuten gelang dem TVG der Ausgleich zum 21:21. Die Mannschaft von Michael Roth machte dem THW weiter das Leben schwer, und das bis in die letzte Viertelstunde. Gislason ersetzte Omeyer durch Palicka und der junge Schwede zahlte das Vertrauen seines Trainers zurück. Dank seine Paraden, aber auch einer sehr starken rechten Seite mit Kavticnik (8 Tore) und Kim Andersson (7 Tore), legte der Deutsche Meister einen starken Endspurt hin und machte aus einem 26:25 ein 30:25 (53.). In den letzten Minuten erhöhte Kiel seinen Vorsprung auf bis zu acht Tore zum Endstand von 37:29.
THW Kiel: Omeyer (1.-46., 9/1 Paraden), Palicka (46.-60. und 1 Siebenmeter,4 Paraden); Lund (1), Wessig, K. Andersson (7), Lundström (1), Kavticnik (8/1), Anic, Lövgren (8/6), Ahlm (3), Zeitz, Klein (3), Jicha (5); Trainer: Gislason
TV Großwallstadt: Rominger (2 Siebenmeter, 0 Paraden), M. Andersson (1.-60., 14 Paraden); Spatz (2), Kneer (5), Tiedtke (4), Zdrahala, Larsson (6), Müller (3), Kunz (3), Reuter, Köhrmann (6/3), Wolf; Trainer: Roth