Das war kein Leckerbissen, aber Hauptsache gewonnen. Mit Filip Jicha, Dominik Klein und Kim Andersson im Rückraum tat sich der Deutsche Meister am Anfang sehr schwer und traf erst nach 4 Minuten zum 1:0. Unglaublich, aber wahr, nach 8 Minuten stand es erst 1:1! Ab der 14. Minute übernahmen die Zebras endgültig die Führung (4:3) und gaben sie bis zum Schlusspfiff nicht mehr aus der Hand. Zur Halbzeit stand es 15:12.
Die Leistung des Teams blieb auch danach durchwachsen. Vor allem die Rückraumspieler blieben weit unter ihren Möglichkeiten. Die einzigen, die überzeugten konnten, waren Titi Omeyer, einmal mehr entscheidend, die beiden Außen Lündstrom und Kavticnik sowie Ahlm und Anic am Kreis. Deswegen ließ Alfred Gislason beide Kreisläufer in der Offensive ran. Dank ihnen führte Kiel nach 37 Minuten mit 20:14 und ließ den Eindruck entstehen, dass der Vorsprung erhöht werden könne.
Aber vonwegen, der Gastgeber verkürzte bis auf 2 Tore (20:18/41., 21:19/42., 22:20/44.). Mit Igor Anic, der sehr kämpferisch in Abwehr und Angriff agierte, stellte die Mannschaft von Gislason erneut den Unterschied heraus und traf dreimal in Folge zum 25:20/46. Acht Minuten vor dem Ende stand es nach Toren von Katvicnik, Ahlm und Anic 29:22 für den Champions-League-Finalisten 2008 und die Partie war praktisch entschieden.
Metalurg Skopje: Brestovac (bei 2 Siebenmetern, keine Parade), Ristovski (1.-60., 8 Paraden); Zivkovic (1), S. Stoilov (1), Lazarov (3), Stanojevic (1), Mirkulovski (2), Nedanovski, Gjorgonovski (2), M. Stoilov, Maljcev (6), Canturia (1), Jovic (2/1), Smigic (6); Trainer: Shundovski
THW Kiel: Omeyer (1.-60., 15/3 Paraden); Wessig, Andersson (4), Lundström (5), Kavticnik (8/5), Anic (4), Lövgren (n.e.), Ahlm (5), Zeitz (1), Klein, Jicha (3); Trainer: Gislason