Es war in Thau, wo meine Laufbahn begonnen hat, wo sich meine Leidenschaft für Handball endgültig entwickelt hat und wo das Verlangen entstand, eines Tages zu den besten Handballspielern zu gehören.
Ich blieb bis ins Jahr 2000 in Thau, natürlich mit meinem Vater als Trainer, um im selben Jahr ins Ausbildungszentrum von Montpellier Handball einzutreten.
2001 – 2002: meine erste Saison bei den Profis
Meine Spieltechnik und meine Physis haben mir sehr schnell zu einem Platz in der Profimannschaft verholfen. Patrice Canayer hat mich enorm viel arbeiten lassen, damit ich mein ganzes Potential auf dem Platz und unter den Stars von Montpellier Handball abrufen konnte.
Hier habe ich das Topniveau kennengelernt. Zuerst die französische Bundesliga (D1) und die internationalen Wettbewerbe, dann die Champions League. Nach und nach wurde mein Spiel kraftvoller und habe innerhalb der Mannschaft einen immer wichtigeren Platz eingenommen, um im Jahr 2002 den Titel zu gewinnen.
2002, für mich ein sehr schönes Jahr, da ich auch das erste Mal in die A-Nationalmannschaft berufen wurde. Es war anlässlich des Weltcups in Schweden. Meinen Traum mit den Fingerspitzen zu berühren und mich in der großen französischen Mannschaft wiederzufinden, hat mich am Anfang tief beeindruckt, aber ich habe ich mich schnell eingewöhnt. Alle Spieler haben mir meine Integration in das Team wirklich leicht gemacht.
2003… mein schönstes Jahr in Montpellier!
Das war die Krönung mit Montpellier, weil wir die Champions League gewonnen haben. Wir habe sogar das Triple mit der französischen Meisterschaft und dem französischen Pokalsieg geschafft. Es bleibt ein unvergessliches Jahr und es ist bis heute eine meiner schönsten sportlichen Erinnerungen. Das Jahr 2003 endete mit einem dritten Platz bei der Weltmeisterschaft in Portugal, meiner ersten Medaille mit der französischen Nationalmannschaft.
2004…meine schlechteste sportliche Erinnerung bis heute: die Olympischen Spiele von Athen!
Es war ein Kindheitstraum, an den Olympischen Spielen teilzunehmen, aber unser 5. Platz, trotz einer der besten Mannschaften, die Frankreich je zusammengestellt hat, hat den Traum quasi in einen Alptraum verwandelt!!
2005: Schon damals hatte ich Lust, mich mit den besten Mannschaften der Welt einzulassen, und obwohl die französische Meisterschaft auf einem sehr guten Niveau ist, habe ich nach Deutschland und nach Spanien geschielt.
Im Jahr 2005 wurde ich von der Führungsspitze des deutschen Klubs aus Kiel angesprochen, einem der größten europäischen Klubs, mit einer beeindruckenden Erfolgsgeschichte und internationalem Ansehen. Die angebotene Herausforderung, der Kontakt mit dem Trainer Zvonimir Serdarusic und die Vereinsstrukturen haben mir sofort gefallen. Der Wille von Kiel war es, die Mannschaft teilweise mit jungen Spielern zu erneuern, um langfristig Erfolg zu haben und natürlich auch um Titel zu gewinnen! Nachdem ich lange mit meiner Familie diskutiert hatte, habe ich das Angebot aus Kiel angenommen. Der Beginn eines neuen Abenteuers und die Entdeckung einer der hochklassigsten Meisterschaften weltweit haben sich angekündigt.
2005: eine neue Ära, eine neue Dimension
Im Jahr 2005 habe ich daher mein Abenteuer in Montpellier mit einem letzten Triple beendet (Meister, Pokal, Ligapokal), bevor ich nach Kiel aufgebrochen bin…
Also in Richtung Norddeutschland: Kiel. Auch wenn das Meer in der Nähe ist; das Klima ist nicht das gleiche wie in Montpellier, man kann quasi 10 Grad abziehen! Aber was den Verein und die Kultur angeht, bin ich schnell aus den Startlöchern gekommen. Zu Beginn war ich etwas eingeschüchtert
, vor allem weil ich mich seit meinen ersten Trainingseinheiten an der.
Seite von meinem Vorbild wiedergefunden habe: dem Schweden Stefan Lovgren. Eine Handball-Legende, einer der weltbesten Spieler seit über 10 Jahren! Aber Hartnäckigkeit und physische Stärke haben mich all das schnell vergessen lassen: sich in einer der physisch stärksten Meisterschaften weltweit zu entwickeln, erfordert eine enorme physische Vorbereitung. Und die hat mir geholfen!
Diese erste Saison in Kiel war perfekt! Wir haben den nationalen Titel 2005-2006 gewonnen, und außerdem wurde ich zum besten linken Rückraumspieler der Saison gewählt, und zum zweitbesten Spieler, alle Positionen inbegriffen! Nicht schlecht fürs erste Mal…
Mit der französischen Nationalmannschaft wurden wir in der Schweiz Europameister 2006!!! Mein erster großer Titel mit „den Blauen“!! Ein wirklich unvergessliches Jahr (sicher das schönste), weil ich meinen ersten wichtigen Titel mit der französischen Mannschaft und mit Kiel gewonnen habe. Schließlich habe ich gezeigt, dass ich kein „Hoffnungsträger“ des Handballs mehr bin, sondern eine feste Größe.
2007, das Abenteuer setzt sich fort...
Die Saison, die ich gerade in Kiel erlebe, geht in die gleiche Richtung. Wir sind erster in der Meisterschaft, wir haben gerade den Deutschen Pokal gewonnen (indem wir Flensburg geschlagen haben!) und wir sind im Finale der Champions League wieder gegen Flensburg (ein Derby!). Vielleicht ein weiteres Triple in einer anderen Meisterschaft? Das wäre genial, aber wir haben noch viel vor uns, um das zu schaffen…